So, nun ist das erst einmal geschafft… und Ruhe wird einkehren und Besinnung vielleicht: die Bundestagswahl 2009 ist Geschichte.
Und die Piraten?
Die haben sich wacker geschlagen! Ich halte 2% Zuspruch für ein hervorragendes Ergebnis! Dafür, dass wir das erste mal (fast) bundesweit angetreten sind und dafür, dass wir uns auch noch nicht so ganz einig sind, wohin uns unsere Reise führen wird.
An die Arbeit: Piraten können jetzt Organisation aufbauen und ihr unglaubliches intellektuelles Potenzial thematisch nutzen. (Tauss)
Und deshalb: Klarmachen zum Ändern gilt nun noch genauso wie zuvor – vielleicht sogar mehr. Denn nun ist das ganze Unübersichtliche und Zeitintensive und sich selbst überschlagende Hype-Verdächtige erledigt. Nun können und werden wir anfangen, politisch zu arbeiten.
Wir werden das sogar müssen. Denn ansonsten spricht in vier Jahren niemand mehr von uns. Und bis zur nächsten Wahl sollten wir ein Programm verabschiedet haben, das ein wenig mehr abdeckt als unsere Kernkompotenz. Meiner Meinung nach.
Bei Feder und Herd schreibt Mela Eckenfels:
Alles in allem gibt es also absolut keine Gründe in dem Ergebnis eine Niederlage zu sehen oder sich etwa sogar demotivieren zu lassen. Im Gegenteil. Nach der Wahl ist vor der Wahl.
und weist auf die Landtagswahl in NRW im kommenden Jahr hin. Also los! Lasst uns das zum Prüfstein machen!
Ennomane hat eine schöne Graphik im Blog, der zu entnehmen ist, dass wir – außer in Sachsen natürlich – in keinem Wahlkreis weniger als 1% eingefahren haben!
Bei der nächsten BTW sollte das um einiges oranger sein
Wie schreibt der Spreeblick:
Und auch für die Piratenpartei darf man das Ergebnis positiv sehen. Genügend Sichtbarkeit, um nicht aufzugeben, genügend Antrieb, um weiterzumachen, zu lernen, sich klarer zu defininieren und im besten Fall in vier Jahren ein weit besseres Ergebnis vorzuweisen – vielleicht sogar eines, das die Partei über die Fünf-Prozent-Hürde springen lässt.
Also los, Piraten! Klar machen zum Ändern!
Nachtrag: Im Notizblog gibt es noch eine sehr gute Analyse über den Ausgab der Wahl und die zukünftige Arbeit der Piratenpartei.
Mit dem guten Abschneiden in Universitätsstädten und Ballungsgebieten hatte ich ja gerechnet – was mich aber sehr positiv überrascht hat, ist das schöne Orange im östlichen Teil Deutschlands! Das deswegen, weil hier nach der Bevölkerungsstruktur eher von einem schlechteren Abschneiden ausgegangen werden musste (junge, intelligente Leute – bye, bye). Nicht ganz unschuldig daran ist wahrscheinlich die geringere Wahlbeteiligung dort…aber bestimmt auch fleißige Piraten! Ihr habt das toll gemacht!
Hier nochmal alle überdurchschnittlichen Landesergebnisse:
Berlin 3,4%
Hamburg 2,6%
Brandenburg 2,5%
Thüringen 2,5%
Bremen 2,4%
Sachsen-Anhalt 2,4%
Mecklenburg-Vorpommern 2,3%
Schleswig-Holstein 2,1%
Hessen 2,1%
Baden-Württemberg 2,1%
Das Abgeordnetenhaus ruft zum Ändern! Ich kann’s genau hören!
Das Wahlergebnis in Glienicke/Nb….
mag ich kaum kommentieren. Die kleine Stadtrandgemeinde nördlich Berlins hat entgegen des Trends im Land Brandenburg ziemlich schwarz gewählt. Doch das habe ich nicht anders erwartet – wurde doch die demographische Struktur des Ortes durch die Zugezoge…
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